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Wie unterscheide ich KI-Traffic von normalem organischen Traffic in Google Analytics?GEO Marketing

24. Februar 2026

9 min read

GEO Agentur München

Wie unterscheide ich KI-Traffic von normalem organischen Traffic in Google Analytics?

Tobias Sander

CEO & GEO Experte | GEO Agentur München

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Inhaltsverzeichnis

1. Was ist KI-Traffic? Eine Definition

2. Warum die Unterscheidung zwischen KI-Traffic und organischem Traffic wichtig ist

3. Grundlegende Unterschiede: KI-Traffic vs. organischer Traffic

4. Wie erkennt man KI-Traffic in Google Analytics? 5 bewährte Methoden

5. Schritt-für-Schritt-Anleitung: KI-Traffic in GA4 filtern

Die digitale Landschaft verändert sich rasant: Immer mehr künstliche Intelligenzen (KI) durchsuchen das Web, um Informationen zu sammeln, zu lernen und Antworten zu generieren. Dieser sogenannte KI-Traffic mischt sich unter den organischen Traffic Ihrer Website und verzerrt die Analytics-Daten. Für Unternehmen – besonders in München – ist es entscheidend, echte Nutzer von KI-Besuchen zu unterscheiden, um fundierte Marketing- und SEO-Entscheidungen zu treffen.

In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir Ihnen, was KI-Traffic genau ist, warum die Unterscheidung wichtig ist und mit welchen Methoden Sie ihn in Google Analytics (GA4) identifizieren und herausfiltern können. Außerdem liefern wir praxisnahe Beispiele, aktuelle Statistiken und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Was ist KI-Traffic? Eine Definition

KI-Traffic bezeichnet Besuche auf einer Website, die von künstlich intelligenten Systemen wie Chatbots, virtuellen Assistenten oder Content-Aggregatoren generiert werden. Diese Systeme simulieren menschliches Verhalten, um Informationen zu sammeln und zu verarbeiten.

Im Gegensatz zu traditionellen Suchmaschinen-Crawlern (z. B. Googlebot) agieren KI-Agents oft wie menschliche Nutzer: Sie klicken Links, scrollen Seiten und bleiben manchmal sogar längere Zeit. Bekannte Beispiele sind:

  • ChatGPT (OpenAI)
  • Google Gemini
  • Perplexity AI
  • Microsoft Bing Chat
  • You.com
  • Phind

Diese Dienste rufen Webseiten auf, um ihre Wissensdatenbanken zu füttern oder direkte Antworten für Nutzer zu liefern. Da sie dabei oft keine eindeutigen Bot-Kennungen verwenden, werden sie in Analytics leicht mit echten Besuchern verwechselt.

Warum die Unterscheidung zwischen KI-Traffic und organischem Traffic wichtig ist

KI-Traffic kann Ihre Analytics-Berichte massiv verfälschen. Hier die wichtigsten Gründe, warum Sie ihn identifizieren sollten:

  • Verzerrte Nutzerzahlen: KI-Besuche erhöhen die Sessions, ohne dass echte Menschen involviert sind.
  • Fehlinterpretation des Nutzerverhaltens: Ungewöhnliche Verweildauern, Bounce-Raten oder Seitenaufrufe führen zu falschen Schlüssen über die Attraktivität Ihrer Inhalte.
  • Fehlallokation von Marketingbudgets: Entscheidungen über Kampagnen, Content-Strategien oder SEO-Maßnahmen basieren auf ungenauen Daten.
  • Verzerrte Standortdaten: Viele KI-Agents kommen aus Rechenzentren, was die geografische Auswertung – besonders für lokale Unternehmen in München – beeinträchtigt.

Laut einer Studie von Ahrefs (2025) weisen 27 % der untersuchten Websites signifikanten KI-Traffic auf, der bis zu 15 % des gesamten organischen Traffics ausmacht. Für Münchener Firmen, die auf präzise lokale Daten angewiesen sind, kann das fatale Folgen haben.

„KI-Traffic kann die Performance-Kennzahlen einer Website massiv verfälschen. Unternehmen müssen lernen, diese Besuche zu identifizieren, um fundierte Entscheidungen zu treffen.“
– Dr. Anna Berger, Data Scientist bei der Geoagentur München

Grundlegende Unterschiede: KI-Traffic vs. organischer Traffic

Die folgende Tabelle fasst die typischen Merkmale beider Traffic-Arten zusammen:

MerkmalKI-TrafficOrganischer Traffic (menschlich)
User-AgentOft generisch, z. B. „ChatGPT-User“, „Google-Extended“ oder ungewöhnliche StringsBrowser-spezifisch (Chrome, Firefox, Safari)
VerweildauerExtrem kurz (Sekunden) oder extrem lang (Minuten) – je nach AufgabeNatürliche Verteilung, meist zwischen 30 Sekunden und mehreren Minuten
Seiten pro SessionEntweder nur eine Seite (hoher Bounce) oder viele Seiten in sehr kurzer ZeitMehrere Seiten mit sinnvoller Navigation
Interaktion mit FormularenKaumGelegentlich (Anmeldungen, Kontaktaufnahmen)
KampagnenparameterFehlen meist (keine UTM-Parameter)Können vorhanden sein (z. B. von bezahlten Kampagnen)
GerätetypOft als Desktop, aber ohne spezifische BildschirmauflösungVielfältig (Desktop, Mobile, Tablet) mit passenden Auflösungen
GeolokationOft unklar oder stammt aus Rechenzentren (z. B. USA)Echte Standorte (z. B. München, Berlin, Hamburg)

Anhand dieser Merkmale können Sie in Google Analytics gezielt nach KI-Besuchen suchen.

Wie erkennt man KI-Traffic in Google Analytics? 5 bewährte Methoden

Google Analytics 4 (GA4) bietet verschiedene Möglichkeiten, um KI-Traffic zu identifizieren. Im Folgenden stellen wir fünf praxiserprobte Methoden vor.

1. Analyse des User-Agents

Der User-Agent verrät, welches Programm die Website aufruft. In GA4 ist der User-Agent standardmäßig nicht in den Berichten sichtbar, aber Sie können ihn über folgende Wege einsehen:

  • BigQuery-Export: Wenn Sie GA4 mit BigQuery verknüpft haben, können Sie die Tabelle events_* abfragen und das Feld user_agent auswerten.
  • Server-Logs: Direkt auf Ihrem Webserver protokollierte Zugriffe enthalten den User-Agent.
  • Google Tag Manager: Sie können den User-Agent als benutzerdefinierte Dimension erfassen und an GA4 senden.

Typische User-Agent-Strings von KI-Agents:

  • ChatGPT-User
  • Mozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) compatible; ChatGPT-User; +https://openai.com/bot
  • Google-Extended
  • PerplexityBot
  • ClaudeBot
  • Bingbot (auch traditionell, aber zunehmend für KI genutzt)
  • YouBot

Wenn Sie solche Strings in Ihren Daten finden, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um KI-Traffic.

2. Prüfen des Hostnamens (Referrer)

Viele KI-Dienste rufen Ihre Seite von bestimmten Domains aus auf. In GA4 können Sie den Hostname des Referrers einsehen:

  1. Gehen Sie zu Berichte > Echtzeit > Ereignisse und klicken auf Ereignisname (z. B. „page_view“).
  2. Wählen Sie die Dimension Hostname aus.

Oder erstellen Sie einen benutzerdefinierten Bericht mit der Dimension „Seiten-Hostname“.

Häufige Hostnamen von KI-Traffic:

  • perplexity.ai
  • you.com
  • phind.com
  • chat.openai.com
  • bard.google.com
  • claude.ai

Traffic von diesen Quellen ist fast immer KI-gesteuert.

3. Untypische Verhaltensmuster

KI-Agents zeigen oft auffällige Nutzungsmuster, die sich von menschlichem Verhalten unterscheiden:

  • Sehr hohe Bounce-Rate auf bestimmten Seiten: KI-Bots rufen eine Seite auf und verlassen die Website sofort, ohne weitere Interaktion.
  • Extrem kurze oder lange Verweildauer: Einige Bots verweilen nur Millisekunden, andere minutenlang (wenn sie den Inhalt analysieren).
  • Viele Seitenaufrufe in extrem kurzer Zeit: Ein einzelner Nutzer, der innerhalb weniger Sekunden Dutzende Seiten besucht, ist verdächtig.
  • Fehlende Interaktion mit Events: Menschliche Nutzer scrollen, klicken, sehen Videos – KI-Bots tun das selten.

In GA4 können Sie diese Muster über Segmente oder Audiences filtern. Erstellen Sie z. B. eine Audience für Nutzer mit Engaged Sessions = 0 und Event Count < 2.

4. Traffic ohne Kampagnenparameter

Organischer Traffic von Suchmaschinen enthält oft UTM-Parameter (z. B. utm_source=google). KI-Traffic hingegen kommt meist ohne solche Parameter. In GA4 können Sie die Dimension Quelle/Medium überprüfen. Wenn der Traffic als „direct / none“ erscheint, aber von einer bekannten KI-Domain stammt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Bot.

5. Nutzung von Ereignissen und Engagement

GA4 misst das Engagement einer Session. Eine „Engaged Session“ liegt vor, wenn der Nutzer länger als 10 Sekunden auf der Seite bleibt, ein Conversion-Ereignis auslöst oder mindestens zwei Seitenaufrufe tätigt. KI-Traffic hat oft keine Engaged Sessions.

So filtern Sie nicht-engagierte Sessions:

  1. Gehen Sie zu Berichte > Lebenszyklus > Erwerb > Nutzererwerb.
  2. Klicken Sie auf das +-Symbol neben „Alle Nutzer“ und wählen Segment erstellen.
  3. Definieren Sie eine Bedingung: Engaged Sessions = 0.
  4. Speichern Sie das Segment und wenden es auf den Bericht an.

Vergleichen Sie dann die Kennzahlen mit und ohne dieses Segment – große Unterschiede deuten auf KI-Traffic hin.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: KI-Traffic in GA4 filtern

Um KI-Traffic dauerhaft aus Ihren Analysen auszuschließen, können Sie ein dauerhaftes Segment (Audience) erstellen und in Berichten anwenden. So gehen Sie vor:

  1. Audience erstellen
    Navigieren Sie in GA4 zu Konfigurieren > Audiences und klicken auf Neue Audience.

  2. Bedingungen definieren
    Fügen Sie Bedingungen hinzu, die KI-Traffic charakterisieren. Kombinieren Sie mehrere Bedingungen mit „ODER“, um verschiedene KI-Quellen abzudecken.

    • Hostname enthält perplexity.ai
    • Hostname enthält you.com
    • Hostname enthält phind.com
    • Hostname enthält chat.openai.com
    • User-Agent enthält ChatGPT
    • User-Agent enthält Google-Extended
    • User-Agent enthält PerplexityBot

    Hinweis: Um den User-Agent zu nutzen, müssen Sie ihn vorher als benutzerdefinierte Dimension erfassen.

  3. Engagement als zusätzliches Kriterium
    Sie können auch Bedingungen wie Engaged Sessions = 0 hinzufügen, um auch unbekannte KI-Agents zu erfassen.

  4. Audience speichern
    Geben Sie einen Namen ein, z. B. „KI-Traffic (Ausschluss)“ und speichern Sie die Audience.

  5. In Berichten anwenden
    Gehen Sie zu einem beliebigen Bericht, klicken auf das Segment-Symbol (oben links) und wählen Ihre Audience aus. Sie können sie auch als Filter für benutzerdefinierte Berichte verwenden.

Alternativ können Sie den KI-Traffic bereits bei der Datenerfassung ausschließen, indem Sie in Google Tag Manager eine Regel erstellen, die solche Besuche blockiert. Das erfordert jedoch technisches Know-how.

Fallbeispiel: Wie eine Münchener Agentur KI-Traffic identifizierte

Die Geoagentur München betreut einen mittelständischen Online-Shop für Outdoor-Ausrüstung mit Sitz in München. Im Frühjahr 2025 bemerkte der Kunde einen starken Anstieg des organischen Traffics auf seinen Blogbeiträgen, jedoch blieben die Conversions (Newsletter-Anmeldungen, Produktkäufe) aus.

Das Team der Geoagentur analysierte die GA4-Daten und entdeckte:

  • 35 % des Traffics kam von der Quelle direct / none, obwohl die Beiträge eigentlich über Google gefunden werden sollten.
  • Die Verweildauer auf den betroffenen Seiten lag bei durchschnittlich 3 Sekunden (sonst 2–3 Minuten).
  • Der Hostname perplexity.ai tauchte in den Top-10 der Referrer auf.

Nachdem ein Segment für diese verdächtigen Besuche erstellt wurde, zeigte sich: 30 % des gesamten Traffics stammten von KI-Agents. Nach Ausschluss dieses Traffics sank die Bounce-Rate von 85 % auf 45 %, und die durchschnittliche Verweildauer stieg auf über 2 Minuten.

Auf Basis der bereinigten Daten optimierte die Agentur die Blogbeiträge gezielt für echte Nutzer und steigerte die Conversion-Rate um 22 %. Der Kunde konnte seine Marketingbudgets effizienter einsetzen und die lokale Reichweite in München verbessern.

„Ohne die Bereinigung des KI-Traffics hätten wir völlig falsche Schlüsse gezogen. Jetzt wissen wir, welche Inhalte unsere echten Kunden wirklich interessieren.“
– Markus Weber, Geschäftsführer des Outdoor-Shops

Auswirkungen auf SEO und Marketing in München

Für Münchener Unternehmen ist eine präzise Datenbasis essenziell, um lokale SEO-Maßnahmen erfolgreich umzusetzen. KI-Traffic verzerrt nicht nur allgemeine Kennzahlen, sondern auch geografische Auswertungen. Wenn viele KI-Besuche aus Rechenzentren im Ausland kommen, scheint Ihr Traffic internationaler, als er tatsächlich ist. Das kann dazu führen, dass Sie Ihre lokale Zielgruppe vernachlässigen.

Praktische Tipps für Münchener Unternehmen:

  • Regelmäßige Überprüfung: Analysieren Sie monatlich Ihre GA4-Daten auf verdächtige Muster, besonders wenn Sie unerwartete Traffic-Spitzen beobachten.
  • Lokale Keywords im Blick behalten: Nutzen Sie Tools wie die Google Search Console, um zu sehen, mit welchen Suchbegriffen Ihre Seite in München gefunden wird – diese Daten sind robuster gegen KI-Verzerrung.
  • Geofilter einrichten: In GA4 können Sie ein Segment für Nutzer aus München (oder Bayern) erstellen, um das echte lokale Verhalten zu untersuchen.
  • Professionelle Unterstützung: Die Geoagentur München bietet spezielle SEO-Analysen an, die KI-Traffic herausfiltern und Ihnen ein klares Bild Ihrer Performance liefern.

Zukunftstrends: KI-Traffic wird weiter zunehmen

Die Bedeutung von KI-Traffic wird in den kommenden Jahren noch wachsen. Laut Gartner (2025) werden bis 2027 über 40 % des gesamten Web-Traffics von KI

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